Grüne Schwäbisch Gmünd diskutieren Zukunft der Bildung
In der Manufaktur B26 fand am Montagabend die Veranstaltung „Bildungsreform auf den Punkt gebracht – Zukunft Demokratiebildung“ der Grünen Schwäbisch Gmünd statt. Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzen die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen in der Bildungspolitik zu informieren und mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen.
Zu Gast waren Sandra Boser, Staatssekretärin im Kultusministerium und Landtagsabgeordnete der Grünen, Professorin Dr. Helma Schöne von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd sowie Martina Häusler. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen und Perspektiven für eine zukunftsfähige Bildungslandschaft und eine starke demokratische Gesellschaft.
Sandra Boser gab zu Beginn einen Überblick über die bildungspolitischen Reformen der vergangenen Jahre. Im Fokus der Bildungsreform 2025 stehen unter anderem die verbindliche Sprachförderung vor der Einschulung, die Rückkehr zu G9 sowie neue Innovationsschwerpunkte in Informatik, Medienbildung, Demokratiebildung und Berufsorientierung. Dabei betont sie die Bedeutung von Bildungsgerechtigkeit für den Erhalt der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Mit dem Startchancenprogramm BW investiert das Land jährlich 260 Millionen Euro in die gezielte Förderung von Schulen mit hohem Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler.
Darüber hinaus hob Boser die Bedeutung zuverlässiger und flexibler Ganztagsangebote hervor, um Familien zu entlasten und gleiche Bildungschancen zu stärken. Auch die gezielte Nutzung digitaler Möglichkeiten an Schulen sei ein wichtiger Baustein moderner Bildung. Dabei müssten Fragen der Medienkompetenz, der Bildschirmzeit und der Einbindung der Eltern offen diskutiert werden.
Im Anschluss sprach Professor Dr. Helma Schöne über die Bedeutung der Demokratiebildung. Er unterstrich, dass Schulen junge Menschen befähigt sein müssten, kritisch zu denken, Verantwortung zu übernehmen und selbstbewusst an gesellschaftlichen Prozessen zu kämpfen. Die Förderung demokratischer Kompetenzen sei ein zentraler Bestandteil zeitgemäßer Bildung.
In der anschließenden Podiumsdiskussion tauschten sich die drei Gäste über konkrete Maßnahmen, politische Rahmenbedingungen und Erfahrungen aus der Praxis aus. Die Besucherinnen und Besucher nutzen die Gelegenheit, Fragen zu stellen und ihre Perspektiven einzubringen.
Martina Häusler verwies dabei insbesondere auf das Startchancen-Programm von Bund und Ländern, das Schulen in herausfordernden Lagen gezielt unterstützt. Ziel sei es, den Bildungserfolg stärker von der sozialen Herkunft zu entkoppeln und nachhaltige Verbesserungen vor Ort zu ermöglichen.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig eine zukunftsorientierte Bildungspolitik für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie ist. Die Grünen Schwäbisch Gmünd sehen den offenen Dialog mit Fachleuten und Bürgerinnen und Bürgern als wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Bildungslandschaft in der Region.